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25.07.2023

Nachhaltig Studieren


v.l.: Till Jonas Hampe (Vorsitzender der Kommission), Prof. Dr. Maik Hammerschmidt (Mitglied der Kommission), Lennart Wilmsmeier, Vizepräsident Prof. Dr. Christian Ammer, Heidi Hoffmann, Marius Müller, David Graefe, Jasper David Rasokat, Wiebke Stein, Patrick Marquardt, Kai Horge Oppermann (Mitglied der Kommission), Caroline Beckmann (stellvertretende Vorsitzende der Kommission)

Universität Göttingen zeichnet Vorschläge des Ideenwettbewerbs für Studierende aus

(pug) Ein studentisches Journal, in dem Hausarbeiten semesterweise veröffentlicht werden, und ein interdisziplinäres Modul zur Umsetzung von Agroforstsystemen – das sind die Gewinnervorschläge im Ideenwettbewerb für Studierende 2022 an der Universität Göttingen. Zum Thema „Nachhaltig.Zukunft.Studieren.“ hatten Studierende 98 Vorschläge eingereicht. Fünf Ideen wurden jetzt mit Geld- und Anerkennungspreisen prämiert.

„Wir freuen uns jedes Jahr über die vielen Ideen und Vorschläge“, sagte Prof. Dr. Christian Ammer, Vizepräsident für Studium und Lehre an der Universität Göttingen, anlässlich der Verleihungsfeier. „Viele prämierte Ideen konnten wir schon umsetzen, so dass sie unseren Studierenden zu Gute kommen.“

Wiebke Stein und Patrick Marquardt schlagen vor, in jedem Semester ein digitales Journal mit studentischen Hausarbeiten zu veröffentlichen. Studierende erhalten so Praxisbeispiele für erfolgreiche Hausarbeiten und Einblicke in das Vorgehen beim Einreichen eines Papers. Außerdem sollen Plagiate erschwert werden. Die Hausarbeit wird durch eine Veröffentlichung zudem über die Benotung hinaus gewürdigt. Für ihren Vorschlag erhielten sie den mit 500 Euro dotierten 1. Preis.

Lennart Wilmsmeier, Marius Müller, Heidi Hoffmann und Moritz Hasper regen ein interdisziplinäres Modul an, in dem Studierende zusammen mit Berufsschülerinnen und Berufsschülern Agroforstsysteme für Landwirte planen. So gewinnen sie Erfahrungen rund um die Planungsprozesse. In Agroforstsystemen werden Feldfrüchte und Gehölz gemeinsam angebaut. Sie liefern nicht nur Nahrung, sie ermöglichen durch ihren Strukturreichtum auch eine breite Biodiversität und können zudem als wissenschaftlicher Langzeitversuch genutzt werden. Das Team erhielt den mit 300 Euro dotierten 2. Preis.

Darüber hinaus vergab die Jury drei Anerkennungspreise. David Graefe hat die Idee, Achtsamkeits-Angebote zu fördern, um die mentale Gesundheit für nachhaltigeres Lernen, Lehren und Forschen zu stärken. Jasper David Rasokat schlägt vor, den Zentralcampus unter anderem durch standortangepasste Stauden, mehr Gehölzbestände und Wiesen ökologisch aufzuwerten. Zudem sollen Forschungserkenntnisse in Vorträgen und Informationstafeln bei den Bepflanzungen eine Verknüpfung zum Lernumfeld schaffen und auch über ökologische Krisen aufklären. Leon Maximilian Schulz und Pia Schmitt plädieren für ein interdisziplinäres Nachhaltigkeitsseminar, das sich an Studierende aller Fakultäten richtet.

Informationen zum Wettbewerb und zu den Vorschlägen sind im Internet unter www.uni-goettingen.de/ideenwettbewerb zu finden.

 

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